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Brownbag Seminar Serie

Das MetaFin Brownbag Seminar fördert den regelmäßig einen Austausch zwischen den Forschenden der geförderten Projekte und ermöglicht es, Feedback aus der internen Community zu erhalten. Es können mögliche Kooperationen zwischen Projekten ausgelotet werden.

Im Rahmen des Seminars können sowohl Projektkonzeptionen im frühen Stadium (z. B. Forschungsdesigns, Stichprobenziehung und -zusammensetzung, Erhebungsinstrumente etc.) als auch später Projektergebnisse präsentiert und diskutiert werden. Es geht darum, „work in progress“ regelmäßig zur Diskussion zu stellen und über dieses Format die interdisziplinäre Sicht in die Forschungsprojekte zu integrieren. So soll die Vernetzung der Projekte im Verlauf der Förderphase und aktives Community-Building ermöglicht werden. Vortragende können sowohl die Projektleitungen als auch die Projektmitarbeitenden sein.

Das MetaFin Brownbag Seminar startet im September 2025 und wird alle zwei bis vier Wochen donnerstags online stattfinden. Alle aktuellen Termine und Themen finden Sie hier auf der Webseite und im Mitgliederbereich. Wenn Sie ein Thema präsentieren möchten, freuen wir uns über eine Email.

Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!


Do. 21.01.27 / 13-14h: Projekt EFORBIS

Speaker: tba.

Abstract: tba.

Do. 18.02.27 / 13-14h: Projekt MoTIf

Speaker: tba.

Abstract: tba.

Do. 18.03.27 / 13-14h: Projekt EvaFin

Speaker: tba.

Abstract: tba.

Do. 15.04.27 / 13-14h: Projekt Zufin

Speaker: tba.

Abstract: tba.

Do. 20.05.27 / 13-14h: Projekt EverFit

Speaker: tba.

Abstract: tba.

Do. 17.06.27 / 13-14h: Projekt FiBiWell

Speaker: tba.

Abstract: tba.

Do. 16.09.27 / 13-14h: FIBI-LA

Speaker: tba.

Abstract: tba.

Do. 21.10.27 / 13-14h: tba.

Speaker: tba.

Abstract: tba.

Do. 02.12.27 / 13-14h: Projekt FIBIS

Speaker: tba.

Abstract: tba.

Do. 19.03.26 / 13-14h: Finanzielle Grundbildung in vulnerablen Lebenslagen – Dialogische Forschung und Entwicklung von Materialien für die Praxis

Speaker: Sally Peters, Clara Baumann

Abstract: Das Forschungsprojekt FIBI-LA untersucht, wie Erwachsene in vulnerablen Lebenslagen – insbesondere Menschen mit Behinderungen oder Überschuldungserfahrungen – in ihrer finanziellen Grundbildung gestärkt werden können. Im Fokus stehen Lernorte wie das unterstützte Wohnen oder die Soziale Schuldnerberatung, in denen informelle Lernprozesse gezielt unterstützt werden sollen. Im Brown-Bag-Vortrag geben wir Einblick in das Teilprojekt „Überschuldung“ des iff sowie in die aktuelle Entwicklung der Materialien, die im engen Dialog mit der Zielgruppe und Fachkräften erarbeitet und erprobt werden. Ziel ist es, die finanzielle Kompetenzentwicklung bei Zielgruppen und Fachkräften zu fördern und übertragbare Konzepte für weitere vulnerable Gruppen zu entwickeln.

Do. 16.04.26 / 13-14h: Finfluencer – Approaches to a Phenomenology

Speaker: Jana Franke, Bernd Remmele

Abstract: In den letzten Jahren setzen sich jüngere Menschen verstärkt mit Finanzthemen auseinander und drängen vermehrt an Kapitalmärkte. 

Ein erheblicher Teil ihrer finanzbezogenen Informations- und Bildungsprozesse vollzieht sich dabei über digitale, zumindest teilweise explanative Videoformate im Internet, die insbesondere von Finanz-Influencer:innen (sogenannten Finfluencer:innen) produziert werden. Diese niedrigschwelligen Angebote eröffnen zwar Potenziale zur Förderung finanzieller Bildung, werfen zugleich jedoch grundlegende Fragen hinsichtlich ihrer fachlichen, didaktischen und medialen Qualität auf. Vor diesem Hintergrund stellt sich die zentrale Herausforderung, wie Lernende zu einem reflektierten und kritischen Umgang mit Angeboten sehr unterschiedlicher Qualität befähigt werden können.

Mit dieser Problemlage befasst sich unter anderem das vom BMBFSFJ geförderte Forschungsprojekt FiBiFlu. Das Projekt untersucht mediale Angebote von Finfluencer:innen aus einer interdisziplinären Perspektive, die kommunikationswissenschaftliche, bildungswissenschaftliche, ökonomische sowie wirtschaftsdidaktische Zugänge integriert. Ziel ist es unter anderem, epistemische und didaktische Qualitätsmerkmale finanzbezogener Erklärvideos zu analysieren, inhaltsbezogene, metakognitive und epistemische Verständnisschwierigkeiten von Lernenden zu identifizieren sowie die diagnostische Qualität von Lehrkräften im Umgang mit entsprechenden Lernherausforderungen zu untersuchen. Aufbauend auf diesen Befunden wird die Entwicklung eines evidenzbasierten Lehr-Lern-Konzepts angestrebt, das die kritische Reflexion finanzieller Erklärvideos unterstützt und deren begründete Integration in den Unterricht der Sekundarstufe ermöglicht.

Im Vortrag werden neben der Anlage und den Zielsetzungen des Projekts erste empirische Ergebnisse vorgestellt sowie ein besonderer Fokus auf den Teilbereich der Krisennarrative als potenzielles Geschäftsmodell in der Finfluencer:innen-Kommunikation gelegt.

Do. 21.05.26 / 13-14h: Finanzbildung sprachsensibel gestalten – Ergebnisse einer Validierungsstudie

Speaker: Stephan Friebel-Piechotta, Miriam Reußner, Janike Romppanen, Vivienne Peters

Abstract: Sprache und insbesondere Fachsprache sind zentral für den Unterricht in Sachfächern und damit auch für die finanzielle Bildung, da Lernende hierbei vielfältigen fachsprachlichen Anforderungen begegnen wie bspw. in Schulbuchtexten oder der mündlichen Unterrichtskommunikation. Nur wenn sie diese bewältigen, können sie fachlich-inhaltliche Lernziele erreichen. Auch gesellschaftliche und ökonomische Teilhabe erfordert den rezeptiven und produktiven Umgang mit Fachsprache: Bürger:innen müssen fachsprachlich geprägte Berichterstattung oder Finanzinformationen verstehen (rezeptiv) und ökonomische und finanzielle Fachsprache aktiv nutzen (produktiv) können. Zum Beispiel können Verbraucher:innen ihre Anliegen gezielter artikulieren, wenn sie über finanzsprachliche Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.

Die Befähigung zu gesellschaftlicher und ökonomischer Teilhabe erfordert daher eine gezielte Förderung fachsprachlicher Kenntnisse und Fähigkeiten. Grundlage sprachbildender Maßnahmen ist wiederum die Diagnose entsprechender Kenntnisse und Fähigkeiten der Schüler:innen (vgl. Kniffka 2010). Während Lehrkräfte hierfür auf ein breites Angebot an allgemeinen Methoden und Strategien (vgl. Leisen 2013) zurückgreifen können, fehlen bislang spezifische Diagnoseinstrumente im Bereich der Finanzbildung. Ein Ansatz zur Diagnose sind sogenannte C-Tests. Das sind sprachdiagnostische Testverfahren, bei denen Lernende Lücken in authentischen Texten schließen (Textkonstruktionsverfahren/ Textergänzungsverfahren – vgl. Grotjahn 2019: 586), sodass empirisch valide Rückschlüsse auf Sprachverständnis und Sicherheit im Umgang mit Fachsprache möglich werden. Im Vortrag wird die auf computerlinguistischen und qualitativen Analysen basierende Entwicklung eines C-Tests zum Thema Altersvorsorge und Vermögensbildung präsentiert.

Do. 17.09.26 / 13-14h: Der Einsatz von Learning Circles in der finanziellen Grundbildung – Erste Erkenntnisse aus zwei Designzyklen

Speaker: Justas Tadge (Universität Potsdam)

Sabrina Koch (1), Ilka Koppel (2), Jan Küster (3), Imke Meyer (3), Michael Nanz (1), Christin Siegfried (4), Sonja Spoede (2), Sabrina Stadler (1), Justas Tadge (4), Karsten Wolf (3)

(1) Technische Akademie für berufliche Bildung Schwäbisch Gmünd e. V., (2) Pädagogische Hochschule Weingarten, (3) Universität Bremen, (4) Universität Potsdam

Abstract: Finanzielle Entscheidungen stellen hohe Ansprüche an Wissen und Handlungskompetenzen und sind durch ihre sprachlichen, fachlichen und digitalen Anforderungen insbesondere für Erwachsene mit Grundbildungsbedarf mit zusätzlichen Herausforderungen verbunden. Angebote der finanziellen Grundbildung stehen daher vor der Aufgabe, nicht nur finanzielle Themen unter Berücksichtigung der damit erforderlichen vielfältigen Literalitäten (OECD, 2019) verständlich und lebensweltbezogen aufzubereiten, sondern die Lernende aktiv und gleichberechtigt am Lernprozess zu beteiligen und den Austausch eigener Erfahrungen zu ermöglichen. Einen hierfür potenziell geeigneten Ansatz stellen Learning Circles dar, in denen die gemeinsame, möglichst hierarchiefreie Auseinandersetzung mit alltagsnahen Problemstellungen und der Austausch innerhalb der Lerngruppe im Mittelpunkt stehen (z.B. Dähling & Standop, 2024; James, 2020). Bislang liegen jedoch nur wenige empirische Erkenntnisse zur Gestaltung und Eignung dieses Ansatzes für die finanzielle Grundbildung vor.

Im Forschungsprojekt finally wird daher im Rahmen eines Design-Based-Research-Ansatzes (vgl. Reeves, 2006) untersucht, wie Learning Circles für Erwachsene mit Grundbildungsbedarf gestaltet und iterativ weiterentwickelt werden können. Hierzu wurden bislang zwei Designzyklen zum Thema Online-Banking durchgeführt. Am ersten Designzyklus nahmen 25 Erwachsene mit Grundbildungsbedarf teil, am zweiten Designzyklus 24 Erwachsene. Die Evaluation umfasst Prä-Post-Erhebungen zum themenspezifischen Wissen, Kurzbefragungen, strukturierte Beobachtungen der Lern- und Interaktionsprozesse sowie anschließende Gruppeninterviews. Ergänzend wurde die Perspektive von Lehrkräften der Erwachsenen- und Grundbildung einbezogen. Insgesamt hospitierten 14 Lehrkräfte bei den Durchführungen eines Learning Circles und wurden anschließend in leitfadengestützten Interviews zur Akzeptanz und wahrgenommenen Eignung des Ansatzes sowie zu Weiterbildungs- und Unterstützungsbedarfen für dessen Umsetzung befragt. Im Vortrag werden die Ergebnisse der beiden Designzyklen vorgestellt und diskutiert. Im Mittelpunkt stehen dabei die Eignung von Learning Circles für die finanzielle Grundbildung, zentrale Anforderungen an deren didaktische Gestaltung sowie daraus resultierende Weiterentwicklungs- und Qualifizierungsbedarfe.

Do. 15.10.26 / 13-14h: Projekt Mintify

Speaker: Ekkehard Köhler und Jona Erlhage

Abstract: tba.

Do. 03.12.26 / 13-14h: Projekt SoFi

Speaker: tba.

Abstract: tba.


Do. 18.09.25. / 13-14h: Numeralität und finanzielle Praktiken verschiedener Bevölkerungsgruppen – ein Überblick auf Basis der PIAAC Studie

Speaker: Klaus Buddeberg & Johanna Husting, Universität Hamburg

Abstract: Die PIAAC-Studie der OECD (Programme for the International Assessment of Adult Competencies / Survey of Adult Skills) berichtet über Grundkompetenzen und Alltagspraktiken von Erwachsenen. Alltagsmathematische (numerale) Kompetenzen und finanzielle Grundkompetenzen sind zwar nicht deckungsgleich, stehen aber in einem in inhaltlichen Zusammenhang.

Das Forschungsprojekt „Finanzielle Alltagspraktiken von Erwachsenen“ wertet die PIAAC-Ergebnisse mit Blick auf Fragen finanzieller Bildung aus. Für den Brown-Bag-Vortrag geben wir einen kurzen Einblick in das Konzept der PIAAC Studie und stellen dann ausgewählte Ergebnisse zur alltagsmathematischen Kompetenz verschiedener Bevölkerungsgruppen zusammen. So liegt der Anteil der Erwachsenen mit sehr geringer alltagsmathematischer Kompetenz bei rund 20 Prozent, weitaus größere Anteile ergeben sich aber für Erwachsene mit geringer Formalbildung, für zugewanderte Personen oder ältere Erwachsene. Auch bei den Alltagspraktiken (z.B. das Kalkulieren von Preisen und Budgets oder das Suchen finanzrelevanter Informationen) sind Unterschiede entlang von soziodemografischen und sozioökonomischen Merkmalen erkennbar. Bei der Auswahl der Personengruppen orientieren wir uns soweit möglich an den Zielgruppen der weiteren Projekte der Förderlinie.

Do. 23.10.25. / 13-14h: Ansätze zur Kompetenzmodellierung in der finanziellen Bildung

Speaker: Carmela Aprea, Ronja Baginski, Matheus Zago

Abstract: Ein zielgerichtetes Monitoring ist eine wesentliche Grundlage für die evidenzorientierte Gestaltung und Evaluation von Maßnahmen zur Förderung von Finanzkompetenz. Das Projekt Finanzkompetenz-Monitor (FinKomp-Monitor) verfolgt das Ziel, eine solche Grundlage für ein kontinuierliches Monitoring der finanziellen Kompetenz der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland über alle Lebensphasen hinweg zu schaffen. Voraussetzung hierfür ist die Verfügbarkeit adäquater Ansätze zur Kompetenzmodellierung und -messung, die in diesem Brownbag-Seminar thematisiert werden sollen. Neben einem Überblick und einer kritischen Würdigung bereits existierender Kompetenzrahmen stellen wir unsere Überlegungen zur Definition, Modellierung und Messung von Finanzkompetenz im Rahmen des FinKomp-Monitor-Projekts vor, um diese mit den anwesenden Brownbag-Teilnehmenden aus der Förderlinie zu diskutieren.

Do. 04.12.25. / 13-14h: Explainable AI

Speaker: Andrej Gill

Abstract: We study how explainable AI (XAI) influences the behavior of individuals who are evaluated by algorithmic systems but do not operate them. Using an incentivized online experiment based on a modified investment game, we examine whether algorithmic predictions shape repayment behavior, how individuals strategically manage the disclosure of these predictions, and whether explainability alters these responses. Consistent with prior work, we find that predictions act as self-fulfilling prophecies: reciprocal predictions increase repayments, while non-reciprocal predictions reduce them, independent of subjects’ true behavioral type. Participants also use disclosure strategically, paying to reveal favorable predictions and conceal unfavorable ones. Explainability moderates these patterns: compared to the AI condition, XAI subjects show more hesitant and cautious disclosure behavior and adjust their willingness-to-pay once they observe their personalized explanations. Our results highlight that explainability not only informs evaluated individuals but also alters their strategic incentives, with implications for transparency regulation and the design of algorithmic decision systems. These findings show that interacting with algorithmic assessments is itself a behavioral challenge—one that increasingly shapes real financial decisions. As AI tools become embedded in consumer finance, effective financial education must prepare individuals not only to make financial choices, but also to understand and navigate AI-generated predictions and explanations.


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